Chronik


Mit dem Wechsel von Prof. Dr. Weiner zum Krankenhaus Sachsenhausen begann eine neue Ära in der Adipositas-Chirurgie. Wurden bis dahin in Deutschland überwiegend Magenbänder implantiert, so wurden jetzt vermehrt RNY-Bypässe und Biliopankreatische Diversionen (BPD) mit und ohne Duodenalswitch operiert.

Im Jahr 2004 entschieden sich die betroffene
unseren Verein, Adipositaschirurgie-Selbsthilfe-Deutschland e.V. ins Leben zu rufen, um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, Hilfe in der Not anbieten zu können

Die zuerst Operierten, sozusagen „die Versuchskaninchen“, bildeten die Keimzelle der Selbsthilfegruppe Sachsenhausen. Man traf und trifft sich immer noch montags in der Cafeteria zum Erfahrungsaustausch und anschließendem gemütlichen Beisammensein. Es kommen stationäre Patienten und Betroffene, die zum Erstgespräch im Krankenhaus sind, zu dieser Runde. Menschen, die entweder noch vor der OP stehen, solche, die kürzlich operiert wurden und erfahrene „alte Hasen“. Da gibt es kaum eine Frage, die unbeantwortet bleibt.
Diese Fluktuation unterscheidet diese SHG grundlegend von anderen.

Dies veranlasste zur Gründung eines deutschlandweiten Vereins und zum 1. Juli 2004 fand die Gründungsversammlung im Schrebergarten eines Mitglieds statt. Gründungsmitglieder waren

Sascha Oliver Herold, Tanja Eck, Angelika Pade, Daniela Dörhöfer, Annette Rebah, Friedrich Klehr, Gabriele Hundeshagen, Iris Paul-Feußner

Die Gemeinschaft entwickelte sich zu einem festen Bestandteil im Leben unserer schnell gewonnenen Mitglieder!

Nun wurden die Aktivitäten erweitert. Um alle Mitglieder zu erreichen, wurde ein Internetforum eingerichtet, das heute nicht mehr wegzudenken ist. Bis zum heutigen Tag ist das Forum das Sprachrohr des Vereins.

Viermal jährlich veranstalteten sie edas so genannte „Große Treffen“ mit Vorträgen. Damals kamen die Mitglieder aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angereist. Sie planten ihre Nachsorgetermine so, dass sie sich mit den Treffen verbinden ließen. Heutzutage ist es etwas anders.
Inzwischen gibt es mehr Adipositas-Chirurgen und auch Selbsthilfegruppen in weiten Teilen Deutschlands.

Nach wie vor kommt unserem Verein große Bedeutung zu. Wir haben ca. 400 Mitglieder und damit auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Der Verein ist auf Selbsthilfemärkten und bei Gesundheitstagen präsent. Adipositastage
werden mit namhaften Referenten veranstaltet. Vorstandsmitglieder werden zu Symposien und Kongressen eingeladen. Wir unterstützen und beraten bei der Gründung von Selbsthilfegruppen und stellen Infomaterial zur Verfügung.

Besonders wichtig ist die Basisarbeit, nämlich die Beratung und Hilfestellung bei Antragstellung und evtl. auftretenden Problemen. Niemand kann die Bedenken und Ängste besser verstehen als ein Betroffener selbst.

Unsere neuesten Projekte sind der Newsletter für alle Mitglieder sowie ein neues Magazin „minus BMI“, eine zusätzliche Informationsquelle für Mitglieder, Ärzte, sonstige Institutionen, Sponsoren sowie Interessierte.

Damit auch das Vergnügen nicht zu kurz kommt, gibt es gesellige Veranstaltungen wie Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Stammtische und Aktiv-Wochenenden.

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